Ihre Fotos

 

eingereicht von NABU-Mitgliedern
und Besuchern unserer Homepage

 

 

Haben Sie ein schönes Bild zu Hause, das sich auf die heimische Flora oder Fauna bezieht, dann schicken Sie es uns. Erfüllt es bestimmte Kriterien, dann veröffentlichen wir Ihre Aufnahme. Das Bild sollte eine Auflösung von 300 dpi haben. Überprüfen Sie bitte auch das Foto in seiner Schärfe.

 



Die kleine Raupe "Nimmersatt"?

 

Nein, auch wenn die Raupe, die unser Leserfoto zeigt, so grün ist wie die kleine Raupe Nimmersatt, so ist die Raupe Nimmersatt doch nur ein Wesen aus einem Kinderbuch. Hier handelt es sich allerdings um die ebenso farbintensive Raupe des Kleinen Nachtpfauenauges (Saturnia pavonia).

 

Der Augenspinner, auch Pfauenspinner genannt, gehört zu den Nachtfaltern und ist recht farbenprächtig. Vier Augen zieren seine Flügel, die eine gesamte Spannweite von beachtlichen 85 mm erreichen können.

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: Lothar Goldschalt.


Die Elster – kunterbunt statt schwarz-weiß,
und auch kein Dieb

 

Fragt man einen Spaziergänger: "Welche Farbe hat eigentlich eine Elster?", so erhält man wohl am häufigsten als Antwort, "Schwarz-weiß, wieso?". Dabei ist die Elster äußerst farbenprächtig. Neben dem zuerst auffallenden schwarzen Kopf, Hals und Rumpf und dem weißen Bauch trägt die Elster grün schimmernde Schwanzfedern und blaue Armschwingen.

 

 

Ist die Elster diebisch? Eher wohl Volksglaube, wie Wissenschaftler in einem Experiment ermittelten:
"Um herauszufinden, was an solchen anekdotischen Beobachtungen dran ist, testeten Toni Shephard und ihre Kollegen von der University of Exeter die "Diebeslust" der Elstern in einem Experiment. Versuchsteilnehmer waren dabei freilebende Elstern, die auf dem Universitätsgelände lebten und  daher an menschliche Gegenwart gewöhnt waren. Die Forscher sammelten glänzende Metallschrauben, Ringe und kleine Stückchen von Aluminiumfolie, strichen aber die Hälfte davon mit matter, dunkelblauer Farbe an, um ihnen den Glanz zu nehmen. Für die Tests legten die Wissenschaftler an acht Standorten zunächst ein kleines Häufchen mit Nüssen als Lockmittel auf den Boden, davon jeweils 30 Zentimeter entfernt je ein Häufchen mit den glänzenden und den matt angestrichenen Objekten... Das Ergebnis war eindeutig: In 64 Tests schnappte sich nur zwei Mal eine Elster eines der glänzenden Objekte. Dieses – einen Silberring – ließ der Vogel aber sofort wieder fallen. Alle anderen Elstern ignorierten die Häufchen mit den glänzenden und auch mit den matten Objekten, wie die Forscher berichten. Ähnliche Tests mit in Gefangenschaft gehaltenen Elstern ergaben das gleiche Bild." (Zitat aus: Bild der Wissenschaft)

Weiterlesen auf... wissenschaft.de

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: NABU/Karl-Heinz Kaiser.


Und ich kann doch über's Wasser gehen

 

Nutrias halten keinen Winterschlaf

 

Es gibt eine Gattung der Leguane, die Basilisken, die in der Lage sind auf den Hinterbeinen zu laufen, um bei Gefahr schneller flüchten zu können. Dabei können sie eine Geschwindigkeit von bis zu 8 km/h erreichen. Indem sie Luft unter den Füßen anstauen und in Kombination mit der hohen Geschwindigkeit, können Basilisken auf diese Weise sogar über's Wasser laufen.

 

"Das kann ich auch!", dachte sich wohl diese Nutria auf dem Leserfoto - auch wenn die Natur hier ein wenig nachgeholfen hat.  Denn wie bei uns in den Thürer Wiesen sind auch hier auf der Aufnahme von der Mosel die ruhigen Wasserstellen zugefroren.

 

Nutrias sind Verwandte der Meerschweinchen und in Europa weit verbreitet, strenge Winter sorgen allerdings für überschaubare Bestände. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Tiere aus Südamerika wegen des Pelzes eingeführt und teils ausgewildert, um sie wie zum Beispiel Fasane bejagen zu können.

 

Die sich überwiegend vegan ernährenden Nutrias werden vielerorts von Spaziergängern gefüttert. Daher sind sie meist an den Menschen gewöhnt und lassen sich gut beobachten. Da sie überwiegend im Wasser leben und orange-gelbe Zähne haben, hat ihnen der Volksmund den Spitznamen "Hollandbiber" gegeben.

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: Susanne Grzembke.


Geheimnisvolle Löcher im Schnee

 

Dem einen oder anderen aufmerksamen Spaziergänger ist es sicher schon einmal aufgefallen: Manchmal sieht man auf großen Grasflächen in Parks oder Grünanlagen braune Flecken - oder besser Löcher - im Boden. Aber ringsherum sind keine Spuren zu sehen. Wer gräbt denn im Schnee und wühlt Erde auf, hinterläßt aber keine Fussabdrücke?

 

Das ist fast immer der Grünspecht. Er gräbt sogar manchmal lange Tunnel in den Schnee, stets auf der Suche nach seiner Leibspeise: Ameisen! Hat er erst ein Nest entdeckt, so angelt er mit seiner fast 10 cm langen, mit Widerhaken besetzen Zunge in den Gängen, um an die kleinen Krabbler zu gelangen.

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: Susanne Grzembke.


Ja, ist schon Karneval?

 

Bei den Wasserbüffeln ist immer was los. Ob die Sache mit dem Strohhut allerdings schon ein Probelauf für Karneval ist oder ob die Dame die Diva in sich entdeckt hat, wissen auch wir (noch) nicht.

  

Text: NABU/Thomas Wipperfürth.

Bild: NABU/Karl-Heinz Kaiser.


Das vierte Kälbchen

 

Unseren treuen Lesern und den Fotografen unter ihnen ist natürlich nicht entgangen, dass auch die vierte Wasserbüffeldame den Entschluss gefasst hatte, die Niederkunft ihres eigenen Kälbchens nicht länger hinaus zögern zu wollen. Irgendwann bekommt auch eine noch so  stabil gebaute Dame "Rücken".

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth.

Bild: NABU/Karl-Heinz Kaiser.


Die Mauereidechse

 

Die Mauereidechse (Podarcis muralis) ist eine typische Eidechse in Rheinland Pfalz, jedoch gewinnt man den Eindruck, dass die Bestände stark zurückgehen. Ich persönlich kenne zwei Populationen, die ich unregelmäßig aufsuche, um deren Fortbestand zu kontrollieren.

 

Das Foto hat uns Herr Hellwig, Mitglied der NABU-Gruppe aus Heilbronn geschickt, als er am 22.10.2016 die noch sehr kleine Eidechse bei einer Begehung der Wingertsbergwand am Wegesrand entdeckte.

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: NABU/Wolfgang Hellwig.


Tod durch Predator, Hund oder Mensch?

 

Totfunde - wie bei dieser Ringelnatter - sie kommen leider vor. Ob von einem natürlichen Feind getötet, auf der Straße überfahren, von einen triebigen Hund tot gebissen... die Bilder sind uns gegenwärtig, denken wir nur an die vielen Frösche und Kröten, die bei ihrer jährlichen Wanderung ums Leben kommen.

 

Leben und sterben - auch das ist Natur. Man darf nicht immer nur die schönen Dinge darin betrachten, sondern muss auch die andere Seite sehen und ein Auge für das große Ganze haben. Von Fressfeinden getilgt zu werden, ist natürlich. Diese Art von Tod gehört wie selbstverständlich dazu. Aber auch wir Menschen sind Teil der Natur, breiten uns in der Landschaft aus und nehmen so den Wildtieren die Lebens- und Ruheräume. Damit sind wir Menschen direkt oder indirekt verantwortlich für eine Vielzahl von Tötungen.

 

Solche traurigen Beobachtungen können immerhin auch Antrieb zum Naturschutz sein und Basis für eine ausgewogenere Balance zwischen den Ansprüchen von uns Menschen und den Freiräumen für die Natur. Und für kriminelle Akte, wie die Zerstörung von Horsten, den Abschuss von Wölfen oder anderer geschützter Arten, gilt unabdingbar, dass diese zur Anzeige gebracht werden müssen.

Handlungsanleitung... der Gregor Louisoder Umweltstiftung

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: NABU/Joachim Wagner.


Ja, wo sind die Wasserbüffel?

 

Neulich berichtete eine Andernacherin entzückt: "Auf den Thürer Wiesen ist ja jetzt eine Storchenplattform!". Freudig antwortete ich: "Richtig, es war sogar schon mal ein Storch darauf zu sehen - aber was sagen sie denn zu unseren Wasserbüffeln?". Die Dame entgegnete verdutzt, sie habe diese gar nicht zu Gesicht bekommen.

 

Ja, und so ist es tatsächlich. Mal hört man sie von weitem, mit Elan durch das Schilf pflügen, mal liegen sie irgendwo versteckt und dösen im Schatten.

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: NABU/Karl-Heinz Kaiser.


Musca Domestica

 

Musca bedeutet Fliege, domestica bedeutet häuslich, beides ist Latein - aber wie hätte „Stubenfliege“ denn als Überschrift ausgesehen? Richtig, unspektakulär. Dabei hat jedes Wesen in der Natur seinen Platz, auch wenn es sich dabei um einen so unbeliebten Wohnungsgast wie die Stubenfliege handelt.

Fliegen gehören zu den Insekten, damit wie die Spinnen zu den Arthropoden - während die Spinne mit Ihren Tarsen (Füsschen) geringste Vibrationen wahrnehmen kann, so ist die Stubenfliege in der Lage mit Ihren Tarsen zu riechen. Dank Chemorezeptoren an den Tarsen kann sie Zuckerverbindungen ertasten.

Unser NABU-Mitglied Karl-Heinz Kaiser hat uns mit den Worten: "Vielleicht tragen die beiden Fotos mit dazu bei, dass man den „natürlichen Kunstwerken“ oder - je nach religiöser Ansicht - der „Schöpfung Gottes“ mit mehr Respekt gegenüber tritt", ein paar Bilder von musca domestica zugesendet:

 

Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: NABU/Karl-Heinz Kaiser.


Fliegende Edelsteine in den Thürer Wiesen

 

Normalerweise ist der Begriff „Fliegende Edelsteine“ vorbelegt. Da aber niemand bei den Thürer Wiesen an Kolibris denkt - hoffe ich zumindest - so ist dieser Begriff sicherlich nicht entfremdet, sondern mehr als passend für die wunderschönen Prachtlibellen.

 

Unser NABU-Mitglied Karl-Heinz Kaiser hat uns zwei sehr schöne Aufnahmen der gebänderten Prachtlibelle übersandt. Entstanden in den Thürer Wiesen:

 

 Text: NABU/Thomas Wipperfürth. Bild: NABU/Karl-Heinz Kaiser.


Raupe eines Totenkopf-Schwärmers
Raupe eines Totenkopf-Schwärmers
Raupe eines Totenkopf-Schwärmers
Raupe eines Totenkopf-Schwärmers
Totenkopf-Schwärmer
Totenkopf-Schwärmer
Totenkopfähnliche Zeichnung auf dem Thorax des Totenkopf-Schwärmers
Totenkopfähnliche Zeichnung auf dem Thorax des Totenkopf-Schwärmers

 

14.11.2015

Honig ist seine Lieblingsspeise

 

Der Totenkopf-Schwärmer zählt zu den größten Schwärmern Europas - Wanderfalter fiepst bei Gefahr

 

Mallorca. Uschi Kühn, sie sandte uns bereits das Foto der Gottesanbeterin (siehe unten), war erneut auf Mallorca und erneut wurde sie während einer Wanderung auf der beliebten Ferieninsel fündig. Wie das Foto beweist, entdeckte sie eine hübsche Raupe: die eines Totenkopf-Schwärmers. Die Raupe misst etwa 13 Zentimeter. Sie trägt.im oberen seitlichen Bereich bläuliche Schrägstreifen, in der Grundfärbung sind die Tiere meist grün-gelb. Das für Schwärmer-Raupen charakteristische Horn am Ende des Körpers ist leicht gebogen und gekörnig. In Mitteleuropa kann die Raupe mit viel Glück an Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Tollkirsche oder Stechapfel, aber auch an Flieder, Liguster und Oleander. entdeckt werden. Im September verpuppen sich die Tiere unter der Erde. Manche schlüpfen noch im Herbst und wandern dann zum Teil wieder in Richtung Süden. Die meisten Puppen erfrieren jedoch. Nur milde Winter können sie überstehen. Herbert Stern, Schmetterlings-Experte, Mitglied der NABU-Ortsgruppe Mayen, lieferte das Foto des zur Raupe gehörenden Falters. Es zeigt einen frisch geschlüpften Falter. Das Bild, er machte es in Spanien, rund 100 Kilometer südlich von Valencia, fand Eingang in die Fachliteratur. Stern zählt zu den wenigen Schmetterlingskundlern, denen es gelungen ist, einen Nachweis über die erfolgreiche Überwinterung der Art in Europa zu erbringen. 

 

Der Totenkopf-Schwärmer gehört mit einer Flügelspannweite von bis ca. 13 Zentimeter zu den größten Schwärmern Europas. Seinen Namen hat er von der totenkopfähnlichen Zeichnung auf dem Thorax. Die Zeichnung kann variabel sein. Unterseite des Thorax und auch des Hinterteils ist der Falter ockergelb. Obwohl der Totenkopf-Schwärmer in Mitteleuropa nicht bodenständig ist, kann er trotzdem mit etwas Glück nachts oder während der Dämmerungszeiten auch bei uns beobachtet werden. Er ist ein Wanderfalter, der alljährlich im Mai/Juni aus Afrika oder auch dem südlichsten Europa bis weit in den Norden vordringt. Sogar schon auf Island ist er beobachtet worden. Zuhause ist er im tropischen Afrika und im äußersten Süden Europas (u.a. auf Sizilien und mediterranen Inseln). 

 

Der Falter hat sich, was seine Ernährung anbetrifft, auf eine ungewöhnliche Weise spezialisiert. Er dringt in Bienenstöcke ein, um vom Honig zu naschen. Dabei sticht er mit seinem kräftigen Rüssel eine Wabe an, um an die süße Köstlichkeit zu gelangen. Um aber überhaupt in den Bienenstock zu gelangen, ohne von den Wächterinnen getötet zu werden, verströmt er einen Geruch, der dem der Bienen ähnelt. Diese wittern also keine Gefahr. Doch das gelingt ihm wohl nicht immer, denn in dem einen oder anderen Bienenstock werden schon mal tote Totenkopf-Schwärmer aufgefunden, von denen sich die Bienen wohl nicht täuschen ließen. Der Falter kann aber durchaus auch Stiche überleben, wenn er sich rechtzeitig vom Acker macht. Etwa 15 Minuten bleibt er im Stock. Etwa vier bis fünf Waben saugt er während dieser Zeit leer. In Mitteleuropa sind die ersten Falter im Mai zu sehen. Die zweite Einflugwelle erfolgt Ende Juni. Bis etwa Oktober sind dann die Tiere zu beobachten, wobei es sich bei den späten Faltern durchaus um in Europa geschlüpfte Populationen handeln kann. Totenkopf-Schwärmer besitzen die Fähigkeit, bei Gefahr fiepsende Geräusche von sich zu geben.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: Uschi Kühn (1.,2.v.o.); NABU/Herbert Stern (3.,4.v.o.).

 


Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa)
Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

 

08.10.2015

Gefährliche Beterin

 

Die Europäische Gottesanbeterin mag sonnige und warme Standorte

 

Mallorca. Fast unsichtbar hockt die Gottesanbeterin schon seit Stunden an einem kleinen Ast eines niedrigen Gesträuchs. Dann schnellen plötzlich ihre eingeklappten Vordergliedmaßen blitzschnell nach vorne. Die Beute, in diesem Fall eine fette Fliege, hat keine Chance den mit kleinen Häkchen ausgestatteten Vorderbeinen, die zu Fangbeinen umgebildet sind, zu entkommen. Sie wird von der Gottesanbeterin verspeist. Zweiflügler (z.B. Fliegen, Bremsen, Mücken) und Hautflügler (z.B. Bienen, Wespen) sind die Hauptnahrung der Lauerjägerin.

 

Die Fangschrecke mag warme, sonnige, mit niedrigem Gebüsch und Stauden bewachsene Standorte. In Rheinland-Pfalz wurde sie unter anderem am Rhein nachgewiesen. Von der Mosel gibt es unbestätigte Beobachtungen. Gesicherte Vorkommen gibt es hingegen entlang der Weinstraße, wo sie sogar etwas häufiger beobachtet werden kann. Die nördlichste Verbreitungsgrenze liegt etwa am 51. Breitengrad. Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist die einzige der rund 2000 bislang bekannten Arten der Fangschrecken, die bei uns vorkommt. Die meisten Spezies sind in den Tropen und Subtropen zu finden.

 

Das vorliegende Foto schickte uns Uschi Kühn aus Maxsain im Westerwald. Sie und ihr Mann entdeckten das Tier während einer Wanderung auf Mallorca. Sie hatte keine Angst, die Schrecke in ihre Hände zu nehmen. Im Gegenteil: „Ich begegne so einem Tier mit viel Respekt. Aber wenn ich es in den Händen halte, dann überkommt mich ein gutes Gefühl und ich werde an meine Kindheit erinnert. Damals hatte ich auch keine Scheu, Tiere in die Hände zu nehmen“, erzählt sie. Derzeit weilt sie wieder auf der Insel und hofft, neue faunistische Entdeckungen machen zu können.

 

Die Weibchen der Gottesanbeterin werden bis ca. 8 Zentimeter groß. Die Männchen sind deutlich kleiner. Sie erreichen Längen von etwa 6 Zentimeter. Gefährlich kann es für das Männchen werden, wenn es versucht, sich mit einem Weibchen zu paaren. Geht es dabei nicht vorsichtig vor, dann wird es vom Weibchen nach dem Akt gefressen. Allerdings gilt das nur für die tropischen Exemplare. Bei der europäischen  Ausgabe der Gottesanbeterin ist diese unfeine Art sich für die zuvor erfahrene sexuelle Befriedigung zu bedanken, bislang noch nicht beobachtet worden. Die Jungtiere schlüpfen im Mai/Juni. Nach sechs (Männchen) bis sieben (Weibchen) Larvenstadien sind sie erwachsen. Gefärbt sind die Tiere vom zarten Grün bis ins hellere Braun. Die unterschiedlichen Färbungen entstehen nach den einzelnen Häutungen, mit denen sich die Tiere mehr und mehr an ihre Umgebung anpassen.  

 

Sollten Leser Gottesanbeterinnen in unserer Region beobachten, bitten wir, uns darüber zu informieren.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: Werner Spielmann.

 


Großer Pappelbock (Saperda carcharias)
Großer Pappelbock (Saperda carcharias)

 

Ein Bock im Wohnzimmer

 

Ein Vertreter der heimischen Bockkäfer landete in einer Wohnstube

 

Rieden. Susanne Reuter aus Rieden hat uns ein Foto geschickt, auf dem ein Großer Pappelbock zu sehen ist, eine Bockkäferart, die sich in Pappel- und Espenbeständen der Tiefebene und niederen Berglagen wohlfühlt. Bei den Reuters landete das Tierchen erst vor wenigen Tagen urplötzlich im Wohnzimmer. Susanne nutzte die Gelegenheit und griff zum Fotoapparat, um den Käfer abzubilden.

 

Das Weibchen des Pappelbocks legt im Herbst Eier in Äste und Stämmchen junger Pappeln und Espen, seltener auch in Salweiden. Nach dem Winter schlüpfen die Larven. Zunächst sind sie unter der Rinde zu finden. Ihre Entwicklung vollenden sie aber in einem rund 20 Zentimeter langen Gang im Holz. Nach zwei Jahren ist die Entwicklung beendet. Der fertige Käfer verlässt „seinen Baum“, um für Nachwuchs zu sorgen. Nach dem Bundesnaturschutz-gesetz ist die Art besonders geschützt.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: Susanne Reuter.

 


Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem
Hauswiese, gesehen in Wierschem

 

Es geht auch anders

 

Wildblumen-Wiese am Haus ist eine wahre Augenweide - zahlreiche Insekten fühlen sich hier wohl

 

Wierschem. Dass man seine Wiese am Haus nicht mit einem sterilen Rasen, auf dem noch nicht mal ein Gänseblümchen wachsen darf, aussstatten muss, zeigt ein Beispiel in der Maifeldgemeinde Wierschem. Dort hat ein Hausbesitzer seine Wiese kurzum mit Wildblumensamen eingestreut. Zuvor hatte er die obere Bodenschicht abgetragen. Nicht nur die zahlreichen Pflanzen sind eine wahre Augenweide. Darüber hinaus finden Tag für Tag wahre Insektenheere hier einen gedeckten Tisch. Eine derartige Wiese, richtig angelegt, ist nicht nur weniger arbeitsaufwendig als ein Rasen, er trägt auch zum Erhalt der heimischen Insektenwelt bei, der es draußen in der Natur immer schwerer fällt, artenreiche Blumenwiesen zu finden. Die kleinen Flieger danken es dem Gartenbesitzer mit einem nicht enden wollenden Summen und Brummen.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: NABU/Franz-Josef Dosio.

 


Stefan Frieb-Preis fotografiert ein Weißes Waldvögelein
Stefan Frieb-Preis fotografiert ein Weißes Waldvögelein

 

22.05.2015

Weißes Waldvögelein digital gespeichert

 

Region. Wenn die beiden Naturkundler Helmut Schwarzer und Stefan Frieb-Preis aus Münstermaifeld draußen in der Natur „auf Achse“ sind - und das sind sie sehr oft - dann kommen sie nur selten nach Hause, ohne etwas Schönes / Interessantes entdeckt zu haben. Derzeit sind sie in der heimischen Region schwerpunktmäßig auf Orchideen-Suche. Während ihrer jüngsten Exkursion, die sie auf einen Vulkankegel führte, wurden sie wieder mal fündig. Auf den bewaldeten Hängen des alten Feuerkegels fanden sie das Schwertblättrige Waldvögelein, auch Langblättriges oder Weißes Waldvögelein genannt. Die Orchidee wächst bevorzugt im Halbschatten trockener Laubwälder auf lockeren, humosen Böden. Man bezeichnet das Waldvögelein als eine Charakterart der Kalk-Buchen-Wälder. Es blüht von Mai bis Juli und wird bis zu 60 Zentimeter groß. Helmut Schwarzer drückte auf den Auflöser seiner Kamera, als sein Exkursionskamerad Stefan Frieb-Preis gerade ein prächtiges Exemplar der Waldorchidee digital auf seinem Fotoapparat speicherte.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: Helmut Schwarzer.

 


   

Im Kleinen das Große sehen - Lärchenblüten sind wahre Naturschönheiten

 

Region. Auf den beiden oben zu sehenden Fotos sind Naturschönheiten zu sehen, an denen man normalerweise achtlos vorbeigeht. Dabei spielt natürlich auch die Minigröße der beiden Hauptdarsteller eine Rolle, denn ohne genaues Hinsehen ist deren Schönheit nicht zu erkennen. Helmut Schwarzer aus Münstermaifeld stellt hier die weibliche (oben) und die männliche (unten) Blüte der Lärche gekonnt in Pose.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: Helmut Schwarzer.

 


Dicke Eiche nahe Kirchwald
Dicke Eiche nahe Kirchwald

 

04.02.2015

500 Jahre altes Naturwunder

 

Kirchwald. Die Dicke Eiche nahe Kirchwald ist einer der imposantesten Bäume in unserer Region. Bereits 1935 wurde sie als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Ihr Alter wird auf rund 500 Jahre geschätzt. Bis etwa 1935 führte der ehemalige Fuhrweg (Heuweg) unmittelbar an der Eiche vorbei hinab ins Nettetal. Steinmetze aus Kirchesch und Waldesch (heute Kirchwald) gingen in früherer Zeit an dem Baum vorbei zur Arbeit auf die Rodderhöfe. Die Braunfäule setzt seit Jahren der Eiche arg zu. Baumexperten bemühen sich um den Erhalt des prächtigen Naturwunders.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: NABU/Franz-Josef Dosio.

 


Verschneites Nitzbachtal bei Boos
Verschneites Nitzbachtal bei Boos
Winterlandschaft bei Boos
Winterlandschaft bei Boos

 

Schnee verzaubert das Nitzbachtal

 

Boos. Hubert Schmitt, der in seiner Freizeit regelmäßig längere Wanderungen unternimmt, nutzte auch die vergangenen Tage, in denen es geschneit hatte, um draußen unterwegs zu sein. Dabei entstanden in der Umgebung seines Wohnortes Boos die beiden vorliegenden Aufnahmen. Sie animieren, sich bei Winterwetter nicht hinter den Ofen zu verkriechen, sondern den Rucksack zu packen und die Wanderschuhe zu schnüren, um die Winterlandschaft aktiv zu genießen.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: NABU/Hubert Schmitt.

 


 

Gevatter Frost verwandelt die Thürer Wiesen

 

Thür. Josef Drefs aus Mayen-Hausen kramte in seinem Fotoarchiv und stieß dabei auf diese schöne Aufnahme. Sie zeigt mit Raureif überzogene Bäume in den Thürer Wiesen. Ob Gevatter Frost auch in diesem Winter die vor den Toren Thürs gelegene Landschaft noch derart verzaubern wird, bleibt abzuwarten.

 

Text: NABU/Franz-Josef Dosio. Bild: NABU/Josef Drefs.

 


Zwergtaucher - Bild: W.Adams

Gartenrotschwanz - Bild: K.H.Euskirchen

 

Sperber - Bild: H.Knöffel

Löffelente - Bild: K.H.Euskirchen 

Eisvogel - Bild: H.Knöffel

Kiebitz - Bild: H.Knöffel

Mornellregenpfeifer - Bild: H.Knöffel




 

Bunt schillernd präsentiert sich der Bienenfresser

 

Region. Im Geäst eines Strauches sowie an einer Lösswand sitzen sie: Bienenfresser. Dort, in den Steilhängen von Bims- und Lavagruben oder an abfallenden Ufern, bauen sie ihre Brutröhren. Meist ist er im Verbund einer ganzer Kolonie anzutreffen. Auch interessant zu beobachten, das Ausspeien eines Gewölles aus den unverdaulichen Resten seiner Leibspeise: Fluginsekten, wie die namensstiftenden Bienen.

 

Text: NABU/Jörg Mittler. Bild: NABU/Hartmut Knöffel (Mitte); NABU/Klaus Bittner.

 


Grauspecht - Bild: K.H.Euskirchen

Eisvogel - Bild: K.H.Euskirchen

Kolbenente - Bild: K.H.Euskirchen

Wacholderdrossel - Bild: K.H.Euskirchen

Gänsesäger - Bild: K.H.Euskirchen

Gänsesäger - Bild: K.Bittner