Helfen und Mitmachen

 

Sehen Sie hier, wie Sie der Natur helfen oder
gleich beim NABU mitmachen können

 

 


Frühjahrsputz am Mayener Grubenfeld

 

Das Jahr ist nicht mehr ganz so neu und für die in Kürze beginnende Krötenwanderung in Rieden sind bereits ausreichend Helfer gefunden. Jetzt hält der Frühling allmählich Einzug und da möchte die Stadt Mayen noch schnell sauber machen. Die jährliche Frühjahrsputzaktion wollen wir zum Anlass nehmen, am Grubenfeld in Mayen für ein wenig Ordnung zu sorgen.

 

Der unachtsam fallen gelassene oder oftmals gleichgültig aus dem Autofenster geworfene Müll von Kunststoffteilen, Pappbechern oder Papierverpackungen ist mehr als ärgerlich. Denn einerseits können Tiere zu Schaden kommen. So hat manch ein Igel auf Nahrungssuche, seinen Kopf allzu neugierig in einen Joghurtbecher oder eine Platiktüte gesteckt, sich nicht mehr daraus befreien können und musste dann elendig verhungern. Und andererseits sind diese Materialen und ihre Bestandteile zumeist schlecht abbaubar.

 

Am offenkundigsten ist dies natürlich bei diversen Kunststoffteilen. Diese verschandeln die Natur und wirken mit ihren Weichmachern noch Jahre, nachdem sie dort eingetragen wurden. Bei Mäharbeiten der Straßenrandstreifen dann in zig Kleinteile zerfetzt oder von der UV-Strahlung mürbe geworden, fallen sie im ersten Moment nicht mehr auf. Umso einfacher können sie dann aber von Wind und Niederschlagswasser in Bäche und Flüsse getragen werden. Immer stärker zerkleinert, finden sie letztlich den Weg in die Meere. Dort werden sie von Fischen aufgenommen, wo die enthaltenen Chemikalien weiterwirken können und die einzelnen Teilchen ihnen die Mägen zusetzen. Am Ende der Nahrungskette steht dann der Mensch, der sich und der Tierwelt diese Suppe eingebrockt hat.

 

Weniger offensichtlich sind vielleicht die Probleme, die Papiertüten und Pappbecher mit sich bringen – in Form von Azofarbstoffen und von Kunststoffbeschichtungen, aber in der Natur haben auch diese nichts zu suchen. Und deshalb wollen wir unseren kleinen, aber sichtbaren Beitrag leisten, die Landschaft von verstreutem Abfall zu säubern. Das nötige Material wird gestellt, mitzubringen sind eventuell Gartenhandschuhe, Warnweste und wetterfeste Kleidung. Getränke stehen bereit und zum Essen gibt es im Anschluss auf dem Marktplatz Kartoffelsuppe mit Einlage, für Alternativen sollte auch gesorgt sein. Stattfinden wird die Aktion am Samstag, dem 01.04.17 um 10:30 Uhr bis gegen Mittag.

 

Ansprechpartner:
Ursel Westphalen

 

Text: NABU/Jörg Mittler. Bild: NABU/Manuel Dillinger


Fledermauswinterquartier auf der Ahl

 

Nach der Schnittgutzerkleinerung auf dem Mayener Grubenfeld und der Unterstützung bei der Krötenwanderung in Rieden werden wieder fleißige Hände gesucht. Im August geht's in den derzeit stillzulegenden Teil des Grubenfelds auf der "Ahl" zwischen Mayen und St. Johann. Andreas Kiefer hat einen ehemaligen betongefassten Transportstollen der Brechanlage entdeckt, der sich hervorragend als Fledermausquartier eignet. Allerdings sind noch einige Arbeiten dazu notwendig.

 

Der Rückbau der nicht mehr benötigten Steingewinnungsanlagen ist bereits weit vorangeschritten. Dabei kooperiert die RPBL (Rheinische Provinzial-Basalt- und Lavawerke) mit dem NABU und stellt zur Umgestaltung und Renaturierung Material wie auch Arbeitskräfte zur Verfügung. Schwere Tätigkeiten mit Maschineneinsatz sind erfolgt, so dass der Stollen inzwischen wieder abgedeckt und nach oben verschlossen ist. Nun muss noch die "Inneneinrichtung" vorgenommen werden. Geeignete Steine müssen an der Decke befestigt werden, um den Tieren Spalten und Ritzen als Versteck anbieten zu können. Auch dies wird insbesondere von den Mitarbeitern der RPBL durchgeführt werden. Aufgabe der Aktiven des NABU Mayen und Umgebung wird es hauptsächlich sein, Steine zu schleppen und Geröllhaufen aufzutürmen. Die Hohlräume der Aufhäufungen sind nämlich ebenfalls ein bevorzugter Unterschlupf der kleinen Säugetiere, wie man an den Trockenmauern im Mayener Grubenfeld sehr schön sehen kann.

 

Von dem scheinbar schweren körperlichen Einsatz und dem Steineschleppen sollte sich niemand abschrecken lassen. Für jeden findet sich eine geeignete Tätigkeit mit anzupacken – oder eben bei den kleineren Steine anzufassen. Das nötige Material wird gestellt, mitzubringen sind lediglich Arbeitshandschuhe und Gummistiefel (!), da sich am Boden Regenwasser sammelt. Stattfinden wird die Aktion am Donnerstag, dem 11.08.16 um 9 Uhr bis etwa gegen Mittag.

 

Ansprechpartner:
Andreas Kiefer

 

Text: NABU/Jörg Mittler.


Krötenwanderung am Riedener Waldsee

 

Jetzt, Ende März, wartet ein weiteres Projekt auf tatkräftige Unterstützung. Körperlich weniger anstrengend und im Zeitaufwand kürzer als der Einsatz im Mayener Grubenfeld, aber nicht minder wichtig.

 

Erwartungsgemäß findet innerhalb der nächsten vier Wochen wieder die alljährliche Krötenwanderung statt, bei der immer wieder Tiere auf den Straßen platt gefahren werden, bevor sie es aus dem Wald zu ihren Laichplätzen geschafft haben. Amphibientunnel haben hier bereits erkennbar Abhilfe gebracht, sind aber sehr teuer im Bau und daher noch nicht überall vorhanden.

 

Bei Temperaturen um 7 bis 10 °C erwachen die Kröten aus der Winterstarre und ziehen inbesondere bei regnerischer Witterung und im Dunkeln los zu den Laichgewässern ihrer Jugend. In unserer Gegend ist der Riedener Waldsee ein Schwerpunkt. Reinhold Korbella und Irene Wibelitz engagieren sich jedes Jahr aufs Neue und können dabei ein wenig Hilfe gebrauchen. Täglich müssen die Amphibienschutzzäune kontrolliert werden, die zurückgehaltenen Tiere aufgesammelt und im Eimer zum See transportiert werden. Die Laufstrecke liegt an der K19, oberhalb des Waldsees und reicht bis zum unteren Teil des Gewässers. Das ganze dauert etwa 1 Stunde. Wer es einmal selbst ausprobieren möchte, kann sich an Reinhold Korbella  wenden. In Absprache übernimmt er die Einteilung und gibt eine praktische Einweisung vor Ort. Selbst mitzubringen sind ein Eimer für die Kröten, eventuell (Garten-)Handschuhe und vorsichtshalber eine Warnweste.

 

Ansprechpartner:
Reinhold Korbella

 

Text: NABU/Jörg Mittler. Bild: NABU/Jonathan Fieber.